By Joseph Piergrossi, DESY

Freya Blekman elected to Royal Holland Society of Sciences and Humanities

DESY lead scientist, CMS communications leader, and University of Hamburg professor invited into prestigious Dutch national academy based on her research and science communication work.

She’s a top (quark) scientist, a constant presence on science social media, and a distinguished professor of physics: now Freya Blekman can add another title to her name, as a member of the Royal Holland Society of Sciences and Humanities. The Society (in Dutch Koninklijke Hollandsche Maatschappij der Wetenschappen, abbreviated KHMW), which began in 1752, comprises approximately 950 members who contribute to both science and society. Blekman, who is the lead of CMS communications activities within the CERN-based international collaboration, is being honoured not only for her research work on searches for new physics in the top quark sector at CERN, but also for her extensive outreach activities.

Freya Blekman in front of the CMS detectorSince joining DESY in 2021, Blekman has become a prominent figure on the campus. As a lead scientist and prominent member of DESY’s CMS research group, she conducts extensive research work at CERN in Geneva, where she investigates possible clues that deviate from the Standard Model of Particle Physics at the Large Hadron Collider’s CMS experiment. But her presence on campus is also thanks to her work on social media, both in her private accounts on LinkedIn, BlueSky, Instagram, and (formerly) X/Twitter, and also her contributions to the popular @cmsatdesy Instagram account. Blekman, who was a professor at Vrije Universiteit Brussel before coming to Hamburg, has consistently found science communication to be an invaluable part of her work. (Blekman continues to be a visiting professor in Brussels and at the University of Oxford.)

“I come from a university system where even bachelor students are already expected to do science communication,” Blekman says. “I enjoyed it. A lot. During my career, depending on the career stage, I focused more or less on it.”

That’s not an easy ask to focus on communication in academia. “When I was a postdoc, I was like any other in such a position: I was advised not to do outreach by my boss.” When she became a professor, she made it a major part of her work, and even made the decision to move to DESY from Brussels in order to better focus on both research and communication – not only out of a passion for it, but having seen a need. “I started to meet with scientists from other disciplines, and I was actually surprised by how little they knew about our field, particle physics,” she says. “Obviously, we were not reaching them. The biologists, the astronomers, they had no idea what we were doing, and I found that very, very bad.”

Today, Blekman makes science communication a major priority not only for herself, but also for young scientists in the CMS group at DESY. On the @cmsatdesy Instagram channel, doctoral students and postdocs make frequent appearances next to staff scientists and leading figures in the collaboration. That is by design: “I think it is very important that early career researchers are trained in these skills,” Blekman says. “That’s one of the reasons for the group Instagram. They have the opportunity to practice these skills in a relatively low-threshold environment, while still reaching a lot of people.” The Instagram channel regularly reaches between 50,000 and 60,000 users every month.

That outreach work has given Blekman a platform in the public sphere, which is where she has attracted the attention of the KHMW. “What I really look forward to is to spread the ideas of particle physics, which are quite special as far as collaboration, vision, and science for peace goes.”

Beyond being invited to one of the top academic academies in the Netherlands, what is Blekman’s science communication highlight? “When you start meeting people five years later who decided to study physics because of a talk you gave, or from your social media – in the end, because of you – it’s very, very surreal.”


Freya Blekman in die Königlich Niederländische Gesellschaft der Wissenschaften gewählt

Die leitende Wissenschaftlerin bei DESY, Leiterin der CMS-Kommunikation und Professorin an der Universität Hamburg wird für ihre Forschungsleistung und ihr Engagement in der Wissenschaftskommunikation in die renommierte niederländische Gelehrtengesellschaft aufgenommen.

Freya Blekman ist Spitzenforscherin im Bereich Top-Quarks, eine präsente Stimme der Wissenschaft in den sozialen Medien und eine angesehene Physikprofessorin – nun kommt ein weiterer Titel hinzu: Sie wurde als Mitglied in die Königlich Niederländische Gesellschaft der Wissenschaften (Koninklijke Hollandsche Maatschappij der Wetenschappen, KHMW) aufgenommen. Die 1752 gegründete Gesellschaft zählt rund 950 Mitglieder, die sich sowohl wissenschaftlich tätig sind als auch zum Gemeinwohl beitragen. Blekman, die die Kommunikationsaktivitäten der CMS-Kollaboration am CERN leitet, wird nicht nur für ihre Forschungsarbeit zur Suche nach neuer Physik im Top-Quark-Sektor ausgezeichnet, sondern auch für ihr umfangreiches Engagement in der Wissenschaftskommunikation.

Seit ihrem Wechsel zu DESY im Jahr 2021 ist Blekman eine prägende Persönlichkeit auf dem Campus. Als leitende Wissenschaftlerin und zentrales Mitglied der DESY-CMS-Forschungsgruppe forscht sie intensiv am CERN in Genf, wo sie am CMS-Experiment des Large Hadron Collider nach möglichen Abweichungen vom Standardmodell der Teilchenphysik sucht. Ihre Präsenz bei DESY verdankt sie auch ihrer Arbeit in den sozialen Medien – sowohl über ihre privaten Accounts auf LinkedIn, BlueSky, Instagram und (ehemals) X/Twitter als auch durch ihre Beiträge zum beliebten Instagram-Account @cmsatdesy. Bevor sie nach Hamburg kam, war Blekman Professorin an der Vrije Universiteit Brussel. Wissenschaftskommunikation betrachtet sie seit jeher als unverzichtbaren Bestandteil ihrer Arbeit. Neben ihrer Tätigkeit ist sie weiterhin Gastprofessorin in Brüssel und an der Universität Oxford aktiv.

„Ich komme aus einem Universitätssystem, in dem selbst Bachelorstudierende dazu angehalten werden, Wissenschaft zu kommunizieren“, sagt Blekman. „Ich habe es sehr geliebt – auch wenn sich mein Fokus darauf im Laufe meiner Karriere immer wieder verschoben hat.“

Der Schwerpunkt auf Kommunikation ist in der Wissenschaft jedoch keineswegs selbstverständlich. „Als Postdoc war ich wie viele andere in dieser Position: Mein Vorgesetzter riet mir davon ab, mich mit Outreach zu beschäftigen.“ Erst als Professorin machte sie die Kommunikation bewusst zu einem zentralen Bestandteil ihrer Arbeit – und entschied sich schließlich auch deshalb für den Wechsel von Brüssel zu DESY, um Forschung und Kommunikation besser miteinander vereinen zu können. Dabei ging es nicht nur um persönliche Leidenschaft, sondern auch um eine erkannte Lücke: „Ich begann, mich mit Wissenschaftler:innen aus anderen Disziplinen auszutauschen, und war tatsächlich überrascht, wie wenig sie über unser Fachgebiet – die Teilchenphysik – wussten“, erzählt sie. „Offensichtlich haben wir sie nicht erreicht. Die Biolog:innen, die Astronom:innen – viele hatten kaum eine Vorstellung davon, was wir tun. Und das fand ich wirklich, wirklich schlimm.“

Heute engagiert sich Blekman nicht nur selbst in der Wissenschaftskommunikation, sondern fördert auch junge Wissenschaftler:innen in der CMS-Gruppe bei DESY. Auf dem Instagram-Kanal @cmsatdesy treten regelmäßig Doktorand:innen und Postdocs neben etablierten Wissenschaftler:innen und führenden Köpfen der internationalen CMS-Kollaboration auf. Daher steckt eine klare Absicht: „Ich halte es für sehr wichtig, dass Nachwuchsforschende diese Fähigkeiten entwickeln“, sagt Blekman. „Das ist einer der Gründe für den Gruppen-Instagram-Account. Dort haben sie die Möglichkeit, diese Kompetenzen in einem relativ niedrigschwelligen Umfeld zu üben – und trotzdem eine große Reichweite zu erzielen.“ Der Kanal erreicht monatlich regelmäßig zwischen 50.000 und 60.000 Nutzer:innen.

Diese Kommunikationsarbeit hat Blekman auch in der breiteren Öffentlichkeit sichtbar gemacht – und genau dort wurde die KHMW auf sie aufmerksam. „Ich freue mich besonders darauf, die zentralen Ideen der Teilchenphysik zu vermitteln – etwa was Zusammenarbeit, Vision und Wissenschaft für den Frieden angeht.“

Doch abseits der Aufnahme in eine der renommiertesten Wissenschaftsakademien der Niederlande: Was ist Blekmans persönliches Highlight in der Wissenschaftskommunikation? „Wenn man Menschen fünf Jahre später trifft, die sich wegen eines Vortrags oder der eigenen Social-Media-Präsenz – also letztlich wegen dir – für ein Physikstudium entschieden haben, dann ist das ein sehr, sehr surrealer und besonderer Moment.“


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The Royal Holland Society

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